Bereitschaftsarzt in der Nähe: Wie der ärztliche Bereitschaftsdienst funktioniert
Author : RAB Hamburg | Published On : 17 Apr 2026
Wenn plötzlich außerhalb der regulären Sprechzeiten gesundheitliche Beschwerden auftreten, wissen viele Menschen nicht, an wen sie sich wenden sollen. Genau hier kommt der ärztliche Bereitschaftsdienst ins Spiel. In Deutschland wird er oft auch als „Arzt in Bereitschaft“, „Bereitschaftsarzt in meiner Nähe“ oder „Bereitschaftsdienst in der Nähe“ bezeichnet.
Er stellt sicher, dass medizinische Hilfe auch abends, nachts, am Wochenende und an Feiertagen verfügbar ist – also genau dann, wenn Hausärzte meist nicht erreichbar sind. In diesem Artikel erfahren Sie, wie dieser Service funktioniert, wann er sinnvoll ist und was Sie im Ernstfall erwartet.
Was ist ein Bereitschaftsarzt?
Ein Bereitschaftsarzt ist ein niedergelassener Arzt, der außerhalb der regulären Sprechzeiten medizinische Versorgung übernimmt. Er ist Teil des organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienstes und behandelt Patienten mit akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden.
Der Service wird häufig auch als:
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Arzt in Bereitschaft
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Bereitschaftsarzt in meiner Nähe
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Ärztlicher Bereitschaftsdienst
-
Bereitschaftsdienst in der Nähe
bezeichnet.
Das Ziel ist es, Patienten schnell medizinisch zu versorgen und gleichzeitig Notaufnahmen von Krankenhäusern zu entlasten.
Wann sollte man den Bereitschaftsdienst kontaktieren?
Viele Menschen sind unsicher, wann der Bereitschaftsarzt zuständig ist. Der Bereitschaftsdienst in der Nähe ist für Fälle gedacht, die dringend sind, aber keinen lebensbedrohlichen Notfall darstellen.
Typische Gründe sind:
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Plötzlich auftretendes hohes Fieber
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Starke Erkältung oder Grippesymptome
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Ohrenschmerzen, Halsschmerzen oder Infektionen
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Rückenschmerzen oder starke Verspannungen
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Kleinere Verletzungen wie Schnittwunden oder Verstauchungen
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Verschlechterung chronischer Erkrankungen außerhalb der Sprechzeiten
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Akute Beschwerden bei Kindern, wenn der Kinderarzt geschlossen hat
Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Brustschmerzen, Schlaganfallzeichen oder schweren Atemproblemen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Wie erreicht man einen Bereitschaftsarzt in der Nähe?
Der einfachste Weg, einen Bereitschaftsarzt in meiner Nähe zu finden, ist die zentrale Rufnummer:
116 117
Diese Nummer ist deutschlandweit erreichbar und verbindet Sie mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst. Dort wird Ihr Anliegen aufgenommen und entsprechend weitergeleitet.
Alternativ können Sie auch:
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Online nach „Bereitschaftsdienst in der Nähe“ suchen
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Regionale ärztliche Bereitschaftsportale nutzen
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Über Apps oder Krankenkassen-Services Hilfe anfordern
So funktioniert der Ablauf im Bereitschaftsdienst
Der Ablauf ist klar strukturiert, damit Patienten schnell die richtige Hilfe bekommen.
1. Telefonische Erstberatung
Nach dem Anruf bei 116 117 schildern Sie Ihre Symptome. Geschulte Mitarbeiter oder medizinisches Fachpersonal entscheiden dann, wie dringend Ihr Fall ist.
2. Einschätzung der Situation
Je nach Schwere der Beschwerden wird entschieden:
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Telefonische Beratung reicht aus
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Besuch einer Bereitschaftspraxis ist notwendig
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Ein Hausbesuch durch den Arzt wird organisiert
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Weiterleitung an den Notruf 112 bei schweren Fällen
3. Behandlung durch den Arzt
Wenn ein Arzt in Bereitschaft eingesetzt wird, erfolgt die Behandlung entweder:
In einer Bereitschaftspraxis
Sie gehen selbst in eine nahegelegene Praxis, die außerhalb der regulären Zeiten geöffnet ist.
Als Hausbesuch
Bei schwerer Krankheit oder eingeschränkter Mobilität kommt der Arzt direkt zu Ihnen nach Hause.
4. Behandlung und weitere Schritte
Der Bereitschaftsarzt:
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untersucht Sie medizinisch
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stellt Diagnosen
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verschreibt Medikamente
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gibt Verhaltensempfehlungen
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leitet bei Bedarf weitere Maßnahmen ein
In vielen Fällen reicht die Behandlung aus, bis Sie Ihren Hausarzt wieder regulär aufsuchen können.
Vorteile des Bereitschaftsdienstes
Der Bereitschaftsdienst in der Nähe bietet viele Vorteile für Patienten:
1. Medizinische Hilfe rund um die Uhr
Auch nachts oder am Wochenende ist ärztliche Unterstützung verfügbar.
2. Entlastung der Notaufnahmen
Nur echte Notfälle müssen ins Krankenhaus – weniger Wartezeiten für alle.
3. Schnelle Versorgung
Akute Beschwerden werden zeitnah behandelt.
4. Hausbesuche bei Bedarf
Besonders hilfreich für ältere Menschen, Kinder oder immobile Patienten.
5. Sicherheit für Patienten
Man weiß immer, an wen man sich im Ernstfall wenden kann.
Hausbesuch durch den Bereitschaftsarzt
Ein Hausbesuch ist besonders hilfreich, wenn der Patient nicht selbst in eine Praxis kommen kann.
Der Ablauf:
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Der Arzt wird telefonisch angefordert
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Er bringt notwendige medizinische Ausrüstung mit
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Er führt Untersuchung und Behandlung vor Ort durch
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Medikamente oder Empfehlungen werden direkt gegeben
Dies ist besonders bei Kindern, älteren Menschen oder stark geschwächten Patienten sehr hilfreich.
Kosten des Bereitschaftsdienstes
In der Regel werden Leistungen des Bereitschaftsarztes in meiner Nähe von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.
Das bedeutet:
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Keine zusätzlichen Kosten für Standardbehandlungen
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Medikamente können je nach Versicherung anteilig sein
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Privatversicherte erhalten eine individuelle Abrechnung
Es lohnt sich dennoch, im Einzelfall bei der Krankenkasse nachzufragen.
Warum der Bereitschaftsdienst so wichtig ist
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist ein zentraler Bestandteil des Gesundheitssystems. Ohne ihn wären viele Patienten gezwungen, direkt in Notaufnahmen zu gehen oder bis zum nächsten Werktag zu warten.
Seine wichtigsten Aufgaben sind:
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schnelle medizinische Hilfe außerhalb der Sprechzeiten
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Entlastung von Krankenhäusern
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bessere Patientenversorgung
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Vermeidung unnötiger Notfälle
Fazit
Der Bereitschaftsarzt in meiner Nähe ist eine wichtige Anlaufstelle für alle, die außerhalb der regulären Sprechzeiten medizinische Hilfe benötigen. Ob über die Rufnummer 116 117 oder über regionale Dienste – der Bereitschaftsdienst in der Nähe sorgt dafür, dass Patienten schnell und zuverlässig versorgt werden.
Er bietet Sicherheit, schnelle Hilfe und entlastet gleichzeitig die Notaufnahmen. Wer die richtige Struktur kennt, kann im Ernstfall ruhig und richtig handeln.
So gilt: Bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden ist der Arzt in Bereitschaft die richtige Wahl – jederzeit und überall erreichbar.
